Seminarangebote

Das Seminar Angebot  richtet sich an Menschen aus dem Autismus-Spektrum, pädagogische Mitarbeiter*innen in Einrichtungen, Elterninitiativen, weiterführende Schulen, Betreuungsdienste privater und öffentlicher Träger und Arbeitgeber*innen, die Menschen aus dem Autismus-Spektrum unterstützen, bzw. beschäftigen. Ich möchten Sie vor dem Hintergrund inklusiver Werte unterstützen, theoretische, aber auch praxisbezogene Konzepte zu erarbeiten, die es ihnen ermöglichen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die dem Recht auf Inklusion entsprechen.
Meine Angebote orientieren sich dabei individuell an Ihrem Bedarf und Ihren Voraussetzungen. Dabei stehen eine gemeinsame, entwicklungsorientierte Beleuchtung und Reflexion Ihrer Ausgangssituation und Bedingungen im Vordergrund. Die Grundlagen und Inhalte der Seminare basieren auf aktuellen, inklusiven Qualitätsanforderungen, die an die verschiedenen Personen, Träger und Einrichtungen gestellt werden und beziehen aktuelle fachbezogene, sowie politische Debatten mit ein.

Allgemeine Grundlagen

In den letzten Jahren stieg die Zahl von diagnostizierten autistischen Kindern und Jugendlichen stetig an. Experten gehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, dass ca. 1% der Weltbevölkerung sich im Autismus Spektrum bewegt (vgl. Theunissen 2011, S. 9). Für Deutschland gibt es keine genauen Zahlen, jedoch zeigen die vielen Anfragen von Eltern und Betroffenen in den Autismus Therapie Instituten, dass es einen deutlichen Anstieg bei der Autismus Diagnose gibt. Dies legt zum einen daran, dass sich die Diagnostik in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt hat und zum anderen daran, dass sich das allgemeine Verständnis von und über Autismus unter anderem durch die breite Öffentlichkeitsarbeit von SAP, dem Welt Autismus Tag und die Veröffentlichungen von betroffenen wie beispielsweise Peter Schmidt „Ein Kaktus zum Valentinstag“ eine breite Masse ansprechen. In diesem Seminar möchte ich mit Ihnen gemeinsam erarbeiten, was Autismus ist und wie sich dieser im Alltag auswirken kann.

"Wie denkt ein Autist?"

Menschen aus dem Autismus-Spektrum haben oftmals eine andere Wahrnehmungsverarbeitung, andere Denk- und Lernstile, eine andere Art der sozialen Interaktion und Kommunikation und einige Verhaltensweisen, die nicht-autistischen Menschen nicht unmittelbar verständlich sind. So kann es oftmals im täglichen Miteinander zu Konflikten kommen, die vermeidbar gewesen wären, wenn man mehr über das Gegenüber gewusst hätte. In diesem Seminar möchte ich mit Ihnen gemeinsam die Unterschiedlichkeiten in den Denkprozessen von neurotypischen Menschen und Menschen aus dem Autismus-Spektrum aufzeigen um im Anschluss daran mit ihnen gemeinsam Handlungskonzepte zu entwickeln, die Sie in Ihrer täglichen Arbeit unterstützen sollen.

Herausforderndes Verhalten

Herausforderndes Verhalten verstehbar (er) machen. Warum wollen und müssen Menschen aus dem Autismus-Spektrum „herausfordern“? Welchen „Herausforderungen“ müssen wir uns stellen? Wie wirkt sich herausforderndes Verhalten auf die betroffenen Menschen und ihre Umgebung aus? Welche Faktoren begünstigen das Entstehen und Aufrechterhalten von herausforderndem Verhalten? Wie gehe ich damit um? Wie kann ich mich persönlich davon abgrenzen? All diesen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden.

TEACCH Strategien für Menschen aus dem Autismus Spektrum

Der Begriff TEACCH stammt aus dem amerikanischen und bedeutet: Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children. In der Übersetzung bedeutet dies: Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbeeinträchtigter Kinder. „TEACCH ist ein ganzheitlicher pädagogisch-therapeutischer Ansatz, der die Besonderheiten von Menschen mit Autismus berücksichtigt und die Entwicklung individueller Hilfen zur Unterstützung des Lernens und zur selbstständigen Bewältigung des Alltags in den Mittelpunkt stellt. Der methodische Aspekt der Strukturierung und Visualisierung bildet dabei eine grundlegende Strategie in der Förderung, die sich auf alle Bereiche der Entwicklung bezieht“ (Dr. Anne Häußler 10/06, http://www.team-autismus.de/teatcch_ansatz/teacch_ansatz_2.pdf ). In diesem Seminar geht es darum, mit Ihnen gemeinsam Strukturierungshilfen für Ihre tägliche Arbeit mit Menschen aus dem Autismus-Spektrum zu entwickeln.

Autismus in Jugend und frühem Erwachsenenalter - Behandlungskonzepte aus Betroffenen- und Therapeutensicht

Menschen aus dem Autismus-Spektrum neigen oftmals dazu, starr an Routinen und einmal erlernten Handlungsstrategien festzuhalten. Oft sind stereotype und zwanghafte Verhaltensweisen zu beobachten. Auf plötzliche Veränderungen reagieren sie mit Widerstand, Angst, manchmal auch mit Panik. Viele haben Probleme, ihre freie Zeit eigenständig zu strukturieren und mit Inhalten zu füllen. Weitere Einschränkungen können sein: sehr eingeschränkte Interessen oder zu ausgefallenen Spezialinteressen. Die jeweilige individuelle Ausprägung dieser hier aufgeführten Aspekte kann sehr unterschiedlich sein (vgl. Kooperationsverbund Autismus, 2010; Universität Marburg, 2009; Autea, 2012)“ (s. ABC – Jobs für Menschen mit ASS – Ein Handlungsleitfaden, 2013, S. 5). Wie man ihnen im täglichen Miteinander begegnen kann und welche Konzepte hierfür zur Verfügung stehen ist Inhalt dieses Seminares.

Autismus in Schule und Arbeitswelt

Viele Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum scheitern im Übergang von der Schule ins Arbeitsleben. Woran liegt das? Wie kann es gelingen, die vielfältigen Potentiale zu erkennen und zu fördern? Welche Rahmenbedingungen sind hierfür günstig? Menschen aus dem Autismus-Spektrum sind in unserer heutigen Gesellschaft überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Teilhabe am Arbeitsleben stellt einen zentralen Bereich des gesellschaftlichen Lebens da. Über die Arbeit, die gleichzeitig Tätigkeit ist, tritt der Mensch in Beziehung zur Gesellschaft. Es soll im Verlauf dieses Seminars der Fragestellung nachgegangen werden, was für eine gelingende Inklusion von Menschen aus dem Autismus-Spektrum auf den ersten Arbeitsmarkt notwendig ist und auf welche Barrieren Menschen aus dem Autismus Spektrum treffen.

Persönliche Zukunftsplanung

„Empowerment ist ein Handlungskonzept der Sozialen Arbeit, das an den Stärken und Kompetenzen der Menschen ansetzt und zwar auch in Lebenslagen, die von persönlichen und sozialen Schwächen gekennzeichnet sind“ (www.sign-lang.uni-hamburg.de). Hier setzt die persönliche Zukunftsplanung an. Es ist ein Konzept, an dem alle am Entwicklungsprozess beteiligten Personen zusammen mit den Klient*innen Handlungsstrategien erarbeiten, die es ermöglichen sollen, eine allumfängliche Teilhabe zu realisieren.

Autismus und Mobbing

Was kann man konkret tun um Mobbing entgegen zu wirken? Welche Formen von Mobbing gibt es und wie äußern sich diese? Wenn man davon ausgeht, dass an weiterführenden Schulen wird fast jeder/jede 3. Schüler*in wurde schon von Mitschüler*innen schikaniert wurde (31,2%) und 9,7% aller Schüler*innen in Deutschland schon Opfer körperlicher Gewalt wurden, stellt sich die Frage, welche Erfahrungen haben Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Autismus-Spektrum gemacht und welche Unterstützungsangebote gibt es für sie.

Training sozialer Kompetenzen

Zielsetzung dieses Seminares ist es, das Verständnis für soziale Prozesse zu erkennen und diese im Training ein zu setzten. Aufgezeigt werden hier unterschiedlichste Trainingsmanuale die die Teilnehmer*innen zu befähigen sollen, die Potentiale ihrer Teilnehmer*innen im Training zu erkennen, um eine für alle Seiten zufriedenstellende Interaktion im Beruf, in der Freizeit und in der Familie zu ermöglichen. Somit werden Rollenrepertoires und Handlungsmöglichkeiten erweitert.

Haben Sie Schulungsbedarf zu anderen Themen? Sprechen Sie mich an!

Gerne klären wir in einem unverbindlichen Gespräch, wie ich Sie unterstützen kann. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!